Historische Meteoritenkarte

Meteoritenfälle und -funde auf einer Weltzeitleiste — Jahr ziehen oder Play drücken

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1990
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Kreisgröße = Masse (log. Skala) Beobachteter Fall Fund (Jahr der Entdeckung) Feuerkugel (Ebene)
Daten: NASA Open Data: Meteorite Landings (The Meteoritical Society) — gemeinfrei (Public Domain) · Feuerkugeln: NASA/JPL CNEOS Fireball Data API ·

Tipps

Auf Play drücken und die Geschichte der Suche verfolgen

Die Zeitleiste erzählt eine Geschichte der Entdeckung, nicht nur der Fälle: verstreute Fälle des 19. Jahrhunderts in Europa und Indien, dann leuchtet die Antarktis auf, als Expeditionen in den 1970ern zu sammeln beginnen, schließlich kommen in den 1990ern die Sahara und die Wüste Omans hinzu. Wo Meteoriten erscheinen, sagt ebenso viel darüber, wo Menschen gesucht haben, wie darüber, wo sie gelandet sind.

Kreisgröße gleich Masse — auf gewaltiger Skala

Die erfassten Massen umspannen neun Größenordnungen — vom grammgroßen Fragment bis zum 60-Tonnen-Eisen Hoba in Namibia —, daher folgt die Kreisgröße einer logarithmischen Skala. Mit dem Massenfilter lassen sich kleine Fragmente ausblenden, damit die Riesen hervortreten.

Orange heißt beobachteter Fall, Blau heißt späterer Fund

Orange Kreise sind „Fälle“ — Meteoriten, die tatsächlich beim Herabstürzen beobachtet wurden, kaum 1.100 in der gesamten dokumentierten Geschichte. Blaue Kreise sind „Funde“, später in Wüsten und auf Eisfeldern aufgelesen. Schalten Sie jede Gruppe ein und aus, um die zwei sehr unterschiedlichen Karten zu vergleichen, die sie zeichnen.

Die Feuerkugel-Ebene: verglühte Besucher

Schalten Sie die Feuerkugel-Ebene ein, um helle atmosphärische Feuerkugeln hinzuzufügen, die US-Regierungssensoren seit 1988 erfasst haben — die meisten davon Objekte, die nie den Boden erreichten. Sie setzt zudem dort an, wo der Meteoritenkatalog endet, und führt das Bild bis in die Gegenwart fort.

Häufige Anwendungsfälle

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Für den Astronomie- und Geografieunterricht

Spielen Sie die Zeitleiste ab und fragen Sie die Klasse, warum die Antarktis in den 1970ern plötzlich voller blauer Punkte ist. Die Antwort — dunkle Steine auf weißem Eis und gezielte Expeditionen — zeigt, wie Wissenschaft wirklich funktioniert.

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Einen bekannten Meteoriten nachschlagen

Neuschwanstein 2002 — der Fall, der über dem bayerisch-österreichischen Grenzgebiet zerbrach —, Ensisheim 1492 oder Tscheljabinsk 2013: Springen Sie zum Jahr und sehen Sie das Ereignis an seinem wahren Ort und Maßstab, neben allem anderen aus jener Zeit.

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Hintergrund zu Nachrichten

Wenn eine Feuerkugel oder ein frischer Fall Schlagzeilen macht, prüfen Sie die Aufzeichnungen: wie oft in dieser Region Meteoriten geborgen wurden und wie sich die Masse des neuen Ereignisses mit historischen vergleicht.

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Futter für die Neugier von Sternguckern

Sternschnuppennächte sind ein Spektakel, doch diese Karte zeigt die seltenere Fortsetzung: die Steine, die es bis zum Boden geschafft haben. Zu stöbern, wo und wann sie gelandet sind, ist der natürliche nächste Schritt nach einer Nacht unter dem Himmel.

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Daten erzählen Geschichten

Autoren und Lehrkräfte können Szenen wie den antarktischen Sammelrausch oder den Wüsten-Boom der 1990er einrahmen — mit Zeitleiste, Filtern und Kartenposition genau nach Wunsch.

Häufig gestellte Fragen

Woher stammen die Daten?
Die Meteoriten stammen aus dem offenen Katalog des NASA Open Data Portals, zusammengestellt von der Meteoritical Society — der internationalen Instanz, die jeden anerkannten Meteoriten prüft und benennt. Die Feuerkugeln stammen vom Center for Near-Earth Object Studies der NASA/JPL. Quellen und Ausgabe stehen unter der Karte.
Warum endet der Katalog um 2013?
Die offen lizenzierte NASA-Ausgabe des Meteoritenkatalogs wurde zuletzt 2013 zusammengestellt; spätere Ausgaben erscheinen nicht zu vergleichbaren Bedingungen. Die laufend aktualisierte Feuerkugel-Ebene deckt die Jahre danach ab — die Karte reicht also weiterhin bis in die Gegenwart.
Was unterscheidet einen Fall von einem Fund?
Ein Fall (orange) wurde beim Herabkommen beobachtet und bald darauf geborgen; sein Datum ist der tatsächliche Tag der Landung. Ein Fund (blau) wurde später entdeckt — manchmal Jahrhunderte später — und sein Datum ist das Jahr der Entdeckung, nicht der Ankunft. Deshalb häufen sich Funde dort, wo das Suchen leicht ist, etwa in Wüsten und auf dem antarktischen Eis.
Warum liegen so viele Meteoriten in der Antarktis?
Nicht, weil dort mehr fallen — Fälle verteilen sich gleichmäßig über den Planeten. Dunkle Steine sind auf weißem Eis schlicht leicht zu erkennen, und das langsame Fließen des Eisschilds konzentriert sie in bestimmten Blaueis-Gebieten. Systematische Expeditionen haben dort seit den 1970ern Zehntausende Exemplare geborgen.
Sind fallende Meteoriten gefährlich?
Direkte Treffer sind außerordentlich selten — der am besten dokumentierte Fall ist Ann Hodges aus Sylacauga, Alabama, die 1954 von einem Stein geprellt wurde, der ihr Dach durchschlug; ein Todesfall wurde in modernen Aufzeichnungen nie bestätigt. Die realistische Gefahr ist die Druckwelle einer großen Feuerkugel: Das Ereignis von Tscheljabinsk 2013 verletzte rund 1.500 Menschen, meist durch zersplitterndes Fensterglas.
Was bedeuten die Klassifikationen?
Das Popup zeigt die wissenschaftliche Klasse jedes Meteoriten in groben Gruppen: steinige Chondrite (mit Abstand am häufigsten, seit der Entstehung des Sonnensystems nahezu unverändert), Achondrite (von aufgeschmolzenen Körpern, darunter Stücke von Mond und Mars), Eisenmeteoriten (Bruchstücke zerstörter Planetenkerne) und Stein-Eisen-Meteoriten.
Wird beim Betrachten etwas an einen Server gesendet?
Nein. Die Meteoriten- und Feuerkugeldaten werden einmal als statische Dateien geladen, und alles — Zeitleiste, Karte, Popups — läuft vollständig in Ihrem Browser.